Mit einem Festakt wurde am 15.12.2009 durch den Bürgermeister Gerhard Walter in Anwesenheit von Vertretern der örtlichen Politik, Wirtschaft, Vereinen, Journalisten und Esperanto-Sprechern aus sechs Ländern in der Esperanto-Stadt zum 150. Geburtstag des Schöpfers der Brückensprache Esperanto ein Zamenhof-Denkmal enthüllt.
Am 26. Juli 1887 hatte der polnische Augenarzt Dr. Ludwig L. Zamenhof das erste Lehrbuch der von ihm initiierten Internacia Lingvo (Internationale Sprache) veröffentlicht. Diese Sprache, die im Vergleich mit Nationalsprachen sehr einfach erlernbar ist, erlebte danach einen einzigartigen Höhenflug. Viele Menschen lassen sich von der Idee, als zweite Sprache für alle Menschen zu dienen, damit sich jeder mit jedem problemlos verständigen kann, faszinieren und lernen Esperanto.
Dr. Zamenhof hatte unter dem Eindruck des 1. Weltkrieges auch die Vision eines Staatenbundes in Europa, durch den Krieg für immer vermieden werden sollte. Ein Internationaler Gerichtshof sollte mögliche Kriegsverbrechen verfolgen.
Inzwischen gibt es Millionen von Esperanto-Sprechern in ca. 120 Staaten. Und es gibt die EU, die einen erneuten Krieg unter den europäischen Völkern unvorstellbar erscheinen lässt sowie einen Internationalen Gerichtshof, der Kriegsverbrechen sühnt. Es fehlt nur noch der Wille zur gemeinsamen Sprache. Dies kann keine Nationalsprache sein, weil man sich damit nicht auf gleicher Augenhöhe verständigen kann. Der Muttersprachler ist immer im Vorteil. Esperanto ist die Antwort auf den sprachlichen Kolonialismus.
Die Einweihung des Denkmals erfolgte im festlichen Rahmen und wurde begleitet von mehreren Trompeten-Soli. Der Bürgermeister hielt eine kurze Ansprache in Deutsch und Esperanto.
Anschließend gingen die Teilnehmer hinauf zum Schloss, in dessen festlichem Rittersaal die eigentliche Zeremonie stattfand, die musikalisch am Klavier und durch den Chor des Herzberger Gymnasiums begleitet wurde.
Nach der Ansprache durch den Bürgermeister gab es ein (schriftliches) Grußwort des Neffen von Dr. Zamenhof, Prof. Zamenhof-Zalewski, den Festvortrag über die Leistungen von Dr. Zamenhof sowie Grußworte von örtlichen Vereinen und dem Schulleiter des Gymnasiums.
Den Ausklang bildete ein Sektempfang mit Büfett. Dabei hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich auszutauschen und die neue Ausstellung über Esperanto im Museum des Schlosses zu besichtigen.
Herzberg am Harz - die Esperanto-Stadt hat nun neben dem Esperanto-Zentrum, den vielen zweisprachigen Wegweisern und dem Ginseng-Laden eine weitere Esperanto-Sehenswürdigkeit.
Herzlich willkommen in Herzberg am Harz - die Esperanto-Stadt!
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Das Zamenhof-Denkmal in Herzberg Am 15.12.2009 wurde in der Esperanto-Stadt mit einem Festakt das Zamenhof-Denkmal eingeweiht

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