Echter koreanischer Ginseng (Panax ginseng C. A. Meyer) ist eine Pflanze, die im Wald der Mittelgebirge Koreas natürlich wächst. Weil er direkte Sonnenstrahlung nicht verträgt, wird er auf den Feldern beschattet (siehe Bild oben, rechts). Die Höhenlage, das spezielle Klima Koreas und der Boden bieten dem Ginseng eine Wachstumsperiode von 180 Tagen statt nur 120 Tagen in Deutschland.

Dadurch enthält in Korea wachsender Ginseng besonders viele Hauptwirkstoffe, die Ginsenoside. Sie sind für die einzigartige Wirkung des Ginseng verantwortlich. Ginseng wirkt als Adaptogen: er hilft dem Körper, sich dem Bedarf anzupassen. Was zuviel ist, wird reduziert, was zu wenig ist, wird erhöht, sofern dies möglich ist.

Ob und wie Ihnen Ginseng helfen könnte, beantwortet Ihnen gern und kostenfrei unser Ginseng-Berater, Heilpraktiker Harald Schicke. Bitte rufen Sie das Ginseng-Telefon unter 05521-929468 an oder schicken Sie uns eine Frage per This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

Unsere Ginseng-Produkte

Roter Ginseng

Aus der Not geboren

Roter Ginseng kommt in der Natur nicht vor. Er ist aus der Not geboren, denn der koreanische Ginseng war über viele Jahrhunderte das wertvollste Exportprodukt. Bevor man diese Art der Konservierung erfunden hatte, wurden die wertvollen getrockneten Ginseng-Wurzeln während des häufig monatelangen Transportes oft von Parasiten oder Schimmelpilzen befallen und wurden ungenießbar.

So erfand man die Technik des Dämpfens, die damals wirtschaftlich überlebenswichtig war, in der heutigen Zeit aber eine überflüssige Konservierung darstellt, die viele Inhaltsstoffe des Ginseng zerstört oder verändert. Eine Übersicht über den Einsatz von weißem und rotem Ginseng bei unterschiedlichen Krankheiten finden Sie im Naturheilkundelexikon.de.

 

Geschichte des roten Ginseng

Die Technik des Dämpfens wurde um 1080 von Koreanern in der Koryo-Dynastie entwickelt. Das war der Beginn für koreanischen roten Ginseng. Dabei werden die Ginseng-Wurzeln nach der Ernte 2-3 Stunden mit heißem Wasserdampf bei einer Temperatur von 120-130° C behandelt.

Hitzeempfindliche Substanzen werden dabei zerstört. Mineralien werden durch das Dämpfen aus der Wurzel herausgelöst und stehen nur noch in sehr geringer Menge zur Verfügung. Die Zucker karamelisieren und bewirken dadurch die Rotfärbung der Wurzel.

Dieser Ginseng wurde Po-Sam genannt. Po-Sam bedeutet gedämpfter, getrockneter und gebündelter roter Ginseng.

1556 wurde die Herstellung von rotem Ginseng unter staatliche Kontrolle gestellt. Das Monopolsystem wurde geschaffen, um die Staatseinkünfte zu verbessern.

1606 wurde der Ginseng-Handel vollständig unter staatliche Kontrolle gestellt, um Schmuggel zu verhindern. Der Ginseng-Handel wurde kontrolliert, indem man den Händlern Zertifikate ausstellte.

1811 wurde das Po-Sam Julmok verkündet, Gesetze die das Monopol für den Handel mit rotem Ginseng regulieren:

  • Der Preis für roten Ginseng wurde hochgehalten, indem seine Produktion eingeschränkt wurde.
  • Zertifikate wurden ausgestellt, die den Händlern nur erlaubten, eine begrenzte Menge Ginseng zu vermarkten.
  • Schmuggler von frischen Ginseng-Wurzeln wurden inhaftiert, illegale Dokumente beschlagnahmt und Informanten belohnt.
  • Patrouillen wurden eingesetzt, um illegalen Handel und Grenzüberschreitungen zu verhindern.

Von 1899-1972 wurde das staatliche Monopol für den Anbau von Ginseng und die Herstellung von rotem Ginseng und Produkten daraus gefestigt.

Erst im Mai 1997 wurde das staatliche Monopol für roten Ginseng aufgehoben. Jeder private Ginseng-Hersteller darf nun roten Ginseng herstellen und verarbeiten.

 

Das Ende des Monopols

Das bedeutet: Die Garantie, die der koreanische Staat zuvor für die hohe Qualität des Roten Ginseng gab (beste Wurzeln, sechs Jahre gewachsen), gilt nicht mehr. Jeder darf jetzt "roten" Ginseng nach seinen eigenen Vorstellungen herstellen. Roter Ginseng aus anderen Ländern unterlag ohnehin nie diesem Monopol.

Der Rote Ginseng wird immer noch viel teurer verkauft als der Weiße.

Die koreanischen Hersteller des Roten Ginseng halten sich freiwillig an die ehemaligen Vorgaben, weil sie ein gutes Produkt herstellen wollen, auf das sie stolz sein können. Deshalb wird die Produktion einer Kontrolle unterworfen.

Wenn Sie Roten Ginseng kaufen wollen, sollten Sie sich genau informieren, wie und wo dieser hergestellt wird! 

Roter Ginseng enthält bei gleicher Qualität der Ausgangswurzel wesentlich weniger Wirkstoffe als weißer Ginseng. Allerdings entstehen durch die Wärmebehandlung auch Stoffe, die es im weißen Ginseng nicht gibt, während andere verlorengehen. Koreanische Kräuterärzte empfehlen bei Schwäche zumeist den weißen Ginseng, während roter Ginseng für die Behandlung von Überfunktionen empfohlen wird. Generell gilt aber, ob rot oder weiß: Koreanischer Ginseng ist ein Adaptogen, ein Pflanze, die dem Körper hilft, sich den Erfordernissen anzupassen.

Die Herkunft unseres roten Ginseng

Der koreanische Ginseng, den Sie im Ginseng-Laden erhalten, kommt vom Baegdu-san (백두산), dem heiligen Berg der Koreaner. Der Legende nach ist dort das koreanische Volk entstanden. Ein Tiger und ein Bär wollten Menschen werden. Dazu mussten Sie sechs Monate in einer Höhle ausharren und sich von Knoblauch und Beifuß ernähren. Der Tiger war nicht geduldig genug. So wurde aus dem Bären eine schöne Frau, die sich mit Gottes Sohn vermählte und so das koreanische Volk schuf. Sowohl der Knoblauch als auch der Beifuß gehören bis heute zur koreanischen Ernährung bzw. Heilkunde. Der Knoblauch ist Bestandteil der täglichen Ernährung, u. a. im allgegenwärtlichen Kim-chi (milchsauer vergorener Kohl mit Knoblauch und vielen Gewürzen). Der Beifuß ist Bestandteil vieler Kräutertees, der Ernährung und gibt dem Esperanto-Kuchen die Farbe und den Geschmack, den Sie im Esperanto-Café des Ginseng-Laden probieren können.

Heute teilen sich China und Nordkorea den Beagdu-san. Auf der chinesischen Seite, in Changbai, wird der Ginseng für unsere roten Ginseng-Produkte in einer Höhe von 1.500 m angebaut. Die Verarbeitung zu den Produkten erfolgt in Deutschland.

Zusätzliche Informationen