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3. Tag in Pjöngjang

Heute steht der letzte Vortrag auf dem Programm. Endlich kommen auch Fragen. Aber so einfach ist das nicht. Die Firmen bestehen darauf, dass alle anderen den Raum verlassen müssen. Jede Firma bekommt eine halbe Stunde, um ihre Fragen zu stellen.

Jetzt kommen die Nordkoreaner aus sich heraus. Eine Firma findet die Veranstaltung "nutzlos". Man hat es sich einfacher vorgestellt, den hervorragenden Kaesong Insam (koreanischer Ginseng aus der Region um Kaesong) nach Europa zu exportieren. Warum europäische Qualitätsansprüche und Arzneimittelgesetze den Export behindern, mag man nicht verstehen.

Eigentlich möchte ich ihnen zustimmen, denn in Europa werden Naturheilmittel in der Tat diskriminiert - aber eben alle, ob sie in Europa angebaut werden oder aus Nordkorea stammen.

Die Schulmedizin in Deutschland und Europa hat die Pflanzenheilkunde längst in die Ecke gestellt. Mehr und mehr Pflanzen sind in den vergangenen 30 Jahren für die Anwendung in Fertigarzneimitteln verboten worden. Die seit Jahrhunderten bewährten Anwendungen werden immer weiter zurechtgestutzt - von Pharmaexperten, die keinerlei Ahnung von Pflanzen- und Naturheilkunde haben. Das ist der Erfolg von Lobbyarbeit und auch eine Form der Zensur, die die Gesundheit der Bevölkerung zugunsten der Profitmaximierung der Pharmakonzerne opfert.

Trotzdem vereinbaren wir Zusammenarbeit und machen Gruppenfotos.


 

Letzter Vortrag



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Korea Mannyon Health Corporation 



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Korea Jangsu Trading Corporation 



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Korea Daesong 4th Trading Company 



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Gegen den US-Imperialismus

Nachmittags haben wir Zeit für einen Ausflug. Wir besuchen eine Trophäe, die USS Pueblo, die 1968 vermutlich in nordkoreanische Gewässer eingedrungen ist, um Spionage zu betreiben. Das Schiff wurde geentert, die Besatzung festgesetzt.

Ganze 10 Euro kostet die Besichtigung. Ich wundere mich, warum es drinnen so dunkel ist. Aber es ist Stromausfall. Die Führung wird vom Militär durchgeführt. Plötzlich wird gesagt: der Strom ist wieder da. Wir sollen schnell den Film gucken. Aber nach ein paar Minuten ist der Strom wieder weg. Wir müssen warten, bis er wieder kommt.

Danach besuchen wir einen Kräuterladen. Er ist ganz neu und mit modernstem Interieur ausgestattet. Die Preise sind in nordkoreanischen Won und in Dollar (im Hotel sind alle Preise in Euro) ausgezeichnet.


 

Beutestück gegen den US-Imperialismus Das US-Spionageschiff. Hier kann man koreanische Kriegshelden persönlich kennenlernen. Vielen Schulklassen wird das Vorbild gezeigt.



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In der ersten Pizzeria Nordkoreas

Abends treffen wir uns mit Mitarbeitern der Deutschen Botschaft und deutschen Entwicklungshelfern. Wir besuchen nach längerer Autofahrt die erste Pizzeria in Nordkorea, die vor kurzem durch die deutsche Presse ging.

Ist das ein Kaderrestaurant, wie in der deutschen Presse zu lesen war? Außer uns ist jedenfalls kein Gast anwesend. Die Wirtin ist auskunftsfreudig. Sie war einen Monat in Rom und hat bei einem Pizzabäcker gelernt. Die Zutaten für die Pizza kommen aus Italien. Das Restaurant durfte sie nur eröffnen unter der Auflage, mittags preiswerte Gerichte für die Bevölkerung anzubieten.

Man darf ihr wohl glauben, denn die Pizza ist besser als in manchen Restaurants in Deutschland.


 

In Nordkoreas erster Pizzeria Die Pizza ist gut. Die Zutaten kommen aus Italien.



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4. Tag in Pjöngjang / 2. Tag in Pjöngjang

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