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Sehr geehrte Kunden und Interessenten,

hier lesen Sie

  • die neuesten Nachrichten über den koreanischen Ginseng Panax ginseng C. A. Meyer
  • Informationen über Korea
  • Informationen über andere Produkte, die wir Ihnen zusätzlich empfehlen

 

Viel Spaß beim Lesen! Fragen Sie mich gern. Wir dürfen ja kaum etwas darüber schreiben, was die Produkte bewirken können. Die einen nennen das Verbraucherschutz, die anderen Zensur. In jedem Fall hat es eine lange Tradition, denn schon im "Hippokratischen Eid" der Ärzte ist vermerkt, dass Informationen nicht an Nichtärzte weitergegeben werden dürfen. Die Idee ist so einfach wie verständlich: wer nichts über Krankheiten oder Heilmittel weiß, der ist immer auf die Expertise eines Arztes angewiesen. "Pecunia non olet" - Geld stinkt nicht. Oder moderner ausgedrückt: wer die Informationen hat, der hat das Geld und die Macht.

Auf dem Titelbild der koreanischen Zeitschrift "Gesundheit" (oben) sehen Sie mich. Dort gab es ein dreiseitiges Interview.

 

Heilpraktiker Harald Schicke, Ihr Ginseng-Berater

 


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Die USA zündeln weiter im Korea-Konflikt

Wieder provozieren die USA Nordkorea ganz bewusst. Diesmal mit einer großen Marine-Übung mit mehr als vierzig Kriegsschiffen. Dabei sind die USA auch in Südkorea als Besatzungsmacht schlecht angesehen. Nur, wie soll sich der neugewählte Präsident von Südkorea dagegen wehren? Da dort Präsident und Parlament getrennt gewählt werden, hat er keine Mehrheit im Parlament. Schon wird er (wie einst Tony Blair) als Schoßhündchen der US-Amerikaner bezeichnet.

  • Die EU ist auch nicht besser. Statt den USA alles nachzuplappern, sollte sie eigene Akzente setzen. Tatsächlich hat die EU am Montag die Sanktionen gegen Nordkorea weiter verschärft. Dabei sollte man nach mehr als sechzig Jahren erfolgloser Sanktionen vielleich mal darüber nachdenken, ob Gespräche ohne Vorbedingungen nicht der bessere Weg wären.

Sanktionen treffen immer nur die Bevölkerung, aber nicht die Machthaber. Alle, die Sanktionen verhängen, verursachen so Not in der Bevölkerung. Das ist nicht akzeptabel. Vielleicht erhofft sich manch ein gut genährter EU-Parlamentarier, dass sich die notleidende Bevölkerung irgendwann gegen die Regierung auflehnt. Das wird in Nordkorea nicht passieren, solange es Sanktionen gibt. Die bestärken die nordkoreanische Bevölkerung eher in ihrem Hass auf die Kriegsverbrecher aus den USA.

In der Presse wird es kaum erwähnt. Aber die USA haben in Nordkorea mehr Napalm und Bomben eingesetzt als im Vietnamkrieg.

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Warum wir keine frischen Ginseng-Wurzeln liefern können

Gesamten Beitrag lesen: Warum wir keine frischen Ginseng-Wurzeln liefern können

Viele Kunden fragen uns nach frischen Ginseng-Wurzeln. Ja, die sind ein Erlebnis. Eingelegt in Alkohol sehen sie wunderschön aus. Wir haben selbst schon einige Ginseng-Wurzeln von unseren Reisen mitgebracht. Wer mag, kann sie im Ginseng-Laden in Herzberg bewundern.

  • Leider sind frische, unverarbeitete Ginseng-Wurzeln nur kurz haltbar. Wenn man sie in Korea am Tag vor dem Abflug kauft, z. B. in Geumsan mit dem größten Ginseng-Frischmarkt der Welt, kann man sie am nächsten oder übernächsten Tag in Alkohol einlegen. Die Wurzel ist dann noch sehr gut.

Bestellt man die Wurzeln dagegen in Korea, was durchaus möglich wäre, dauert alles viel länger. Die Wurzel benötigt dann theoretisch vier Tage. Aber praktisch liegt sie beim Zoll rum und dem stellt sich dann die Frage, ob es sich womöglich um eine geschützte wilde Ginseng-Wurzel handelt.

Bis die Frage geklärt wäre, wäre die Wurzel schon vergammelt. Eine verschimmelte Ginseng-Wurzel sieht halt nicht schön aus. Da würden sich die Käufer ganz zu recht beschweren.

Eine Alternative, wenn auch nicht ganz so schön, sind getrocknete Ginseng-Wurzeln. Wenn man sie in Alkohol einlegt (Wodka, Doppelkorn) entfalten sie sich, sehen aber nicht so schön aus wie eine frische Wurzel. Das liegt daran, dass beim Trocknen viele der Haarwurzeln abfallen. Es bleibt also hauptsächlich die Stammwurzel.

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Niedersachsen-Wahl: Da kommt nix raus

Morgen ist Wahl in Niedersachsen. Da stellt sich die Frage: Wird morgen eine unfähige Regierung gegen die nächste unfähige Regierung getauscht?

Es war ein niederschmetterndes Erlebnis als ich mit meiner Praxis vom liberalen Hamburg nach Niedersachsen umzog. Fast alle Behörden in Niedersachsen, mit denen ich seither zu tun hatte, waren unfreundlich und bürgerfern. Ausdrücklich ausnehmen davon möchte ich nur die örtlichen Behörden, aber die haben kaum noch etwas zu sagen.

Besonders schlimme Bespiele sind der Landkreis Rotenburg/Wümme und unser jetziger Landkreis Osterode (inzwischen vergrößert zu Göttingen-Osterode). Offensichtlich sind viele Behörden immer noch der Auffassung, dass sie den Obrigkeitsstaat zu vertreten haben und nicht die Bürgerinteressen.

  • Offensichtlich nehmen die Landkreise auch an einem Wettbewerb teil "Wie mache ich mich möglichst schnell möglichst unbeliebt bei den Bürgern?"

Aber die Kreativität, an der Gebührenschraube zu drehen, ist bemerkenswert. Als der Ginseng-Laden.de noch im Landkreis Rotenburg/Wümme ansässig war, wurde uns eine Abfalltonne mit 23 Litern als ausreichend zur Verfügung gestellt. Er wurde einmal im Monat abgeholt. Hier in Herzberg mussten wir sechsmal so viel Müll machen, um die Mülltonne zu füllen, weil sie viel größer und alle vierzehn Tage abgeholt wird. Bald soll noch eine Bio-Tonne hinzukommen, die das Müllvolumen nochmals verdoppelt oder vervierfacht. Das ist hier keine Frage des Bedarfes, sondern der Gebühren, den der "kleptomane Landkreis" abzocken möchte. Dazu zeigen sich die Mitarbeiter auch noch "rotzfrech".

Ein anderes Trauerbeispiel ist die Baubehörde des Landkreises. Sie verhindert mit fadenscheinigen Gründen Investitionen. Kein Wunder also, dass es hier mehr Arbeitslose gibt als anderswo.

Ach ja: Abzocken geht auch noch anders. Da gibt es z. B. den "Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz für den Landkreis und die Stadt Göttingen", den wir jüngst kennenlernen durften. Geprüft wird da gar nichts, aber die Hand wird aufgehalten. Und sicherlich könnte er für ein paar Schikane gut sein. Das Leben der Bürger kann man ja nicht schwer und teuer genug machen.

So geht das munter weiter und nicht nur im Landkreis. Die Ware, sofern da "Bio" draufsteht, muss auch noch zertifiziert werden. Wenn man, wie wir, nur fertig konfektionierte Ware verkauft, fragt man sich, was das soll? Natürlich ist es sinnvoll, beim Erzeuger zu schauen, ob die Ware wirklich so erzeugt wird und beim Hersteller, ob er auch wirklich Bio-Ware einsetzt. Bei uns soll dann die versiegelte Ware nochmal überprüft werden. Da wird dann eine "Sichtprüfung" durchgeführt, wenn überhaupt. Also: Schwachsinn. Aber Schwachsinn, der kostet.

Da wir für den Versand an die Kunden Versandmaterial benötigen, muss auch dafür eine Kontrollstelle her, deren Sinn sich letzlich auch darin erschöpft, Geld abzugreifen. Was für ein Aufwand! Einzelhändler gibt es Hunderttausende oder gar Millionen. Aber Hersteller von Verpackungsmaterial gibt es relativ wenige. Es wäre wesentlich einfacher, dort die nötigen Gebühren für die Entsorgung abzuschöpfen. Der Hersteller gibt sie dann mit dem Verkauf an die Händler einfach weiter. Aber kompliziert ist eben deutsche Leitkultur.

Auch der Zoll ist ein immerwährendes Ärgernis. 95 Prozent aller Einfuhren aus Korea müssen wir beim Zoll abholen, obwohl alles nach den Regeln des Zolls deklariert ist. Das dauert drei bis sechs Stunden. Und was wird da gemacht? Auspacken, ein flüchtiger Blick auf die Ware. Und dann wird es kompliziert. Denn dann fangen zwei bis drei Beamte an zu rechnen, wie viel Zollabgaben wohl zu berechnen sind? Dabei bringen wir natürlich alle notwendigen Daten schon mit inklusive der Zollnummer. Und da es sich immer wieder um dieselben Waren dreht, dürfte das eigentlich nicht so schwierig sein.

Auch das kostet Zeit, Geld und Nerven und verpestet unnötig die Umwelt. Und wofür? Die Zollgebühren bekommen wir vom Finanzamt zurückerstattet.

Unsere Regierungen, ob im Bund oder in Niedersachsen zeigen sich überall unfähig. Da spielt es eigentlich keine Rolle, wer morgen in Niedersachsen gewinnt. Auch die Gewinner werden sich mit großer Wahrscheinlichkeit so unfähig zeigen wie die vorherige Regierung und alle anderen davor.

 

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Neues Terminal im Flughafen Incheon fertiggestellt

Ab sofort geht das neue Terminal im internationalen Flughafen Incheon der koreanischen Hauptstadt Seoul in den Probebetrieb. Es wurde seit 2011 gebaut und mit einjähriger Verspätung fertiggestellt.

  • Wie in Korea nicht anders zu vermuten, wird dieses Terminal das modernste der Welt sein.

So wird der Flughafen weitestgehend automatisiert sein. Passkontrolle und Sicherheitskontrolle werden ohne Personal auskommen. Auch der Koffer wird personalfrei eingecheckt. Die Reinigung erfolgt durch Roboter. Den Weg zum richtigen Gate weist das Smartphone.

Auch ansonsten wird dieses Terminal anders sein, wie Spiegel online in einem Bericht vom 19.10.2013 beschreibt. Freuen wir uns also auf das neue Terminal. Auch das alte Terminal von 2001 wird einer kompletten Renovierung unterzogen. Aber selbst in seiner alten Version war das Terminal schon halbautomatisiert. So schnelles Check-in, Passkontrolle und Sicherheitskontrolle haben wir noch nirgends erlebt.

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Die Bundestagswahl ist vorüber

und wir freuen uns über das Ergebnis. Die Regierungsparteien haben ihre Niederlage zu Recht erlitten. Viel zu lange dauert der Stillstand in Deutschland schon. Während die Steuereinnahmen von Rekord zu Rekord schnellen, sinken die Investitionen in die Infrastruktur. Desolate Schulen, bröckelnde infrastruktur, aber unser Finazminister bekommt gerade eine schwarze Null zustande. Unfähigkeit pur, wo man auch hinsieht.

Das "Neuland" Internet ist in Deutschland ein Neuland, weil man die Entwicklung schlicht verschlafen hat. Als ich die ersten Male in Korea war, habe ich Bauklötze gestaunt. Dort gibt es Handy-Empfang im Tal und auf dem Berg, in der Bahn oder auf der Autobahn, überall schnelles Internet und kostenfreies WLAN, das hier die große Koalition durch die "Störerhaftung" jahrelang verhindert hat.

Die Parteien versprechen seit Jahren eine Entbürokratisierung, aber in Wahrheit wird die Bürokratie zunehmend schlimmer. Besonders kleine Unternehmen ächzen zunehmend unter dieser Bürokratie-Welle. Die Politik hält sich nicht an die Regeln, die sie selbst vorgegeben hat. Das ist in der EU so, Beispiel Griechenland oder EZB oder Defizit. Die Kanzlerin hat sich in der Flüchtlingskrise ebenfalls nicht an die Regeln gehalten.

Auch der Zoll hält sich nicht an die Regeln. Offensichtlich macht hier jede staatliche Institution, was sie will. Staatliche Willkür führt über kurz oder lang ins Chaos, weil auch die Bürger sich nicht mehr an die Regeln gebunden fühlen, wenn der Staat sie verletzt.

Wenn wir Ginseng in Korea kaufen, ist er innerhalb vier Tagen in Deutschland und theoretisch bei uns. Praktisch liegt er beim Zoll rum. Das eine oder andere Paket kommt bei uns an, die meisten "dürfen" wir vom Zoll abholen. Diese Willkür staatlicher Organe ist nur schwer zu ertragen. Wir sind nicht die einzigen, die diesem rechtsstaatswidrigem behördlichen Terror unterliegen. Andere Firmen trifft es noch schlimmer.

Mit unsinnigen Bauvorschriften werden Häuser teurer, also auch die Mieten.

Uns schickt man andauernd zum Zoll. Das schadet dem Klima, es verursacht Kosten und nützen tut es niemandem.

Diese Beispiele könnte man reichlich ausweiten. Es ist höchste Zeit für einen Politikwechsel. Leider fehlt mir die Fantasie, um mir vorzustellen, dass eine erneuerte Regierung auch nur irgendetwas zum Positiven wenden könnte. Unsere "Konsensregierung" sucht die Opfer immer bei denen, die keine Lobby haben. Dazu gehören die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die wesentlich zum Wohlstand in diesem Land beitragen.

Damit wird es schnell vorbei sein, wenn die Politik nicht endlich umschwenkt.

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Korea-Konflikt: Trump zündelt weiter

Regimewechsel, Nordkorea vernichten. Der US-Präsident liefert Kim Jong-un alle Argumente frei Haus bei seiner Atomstrategie zu bleiben. Die Atomwaffen sind der einzige Schutz gegen den Erzfeind USA. Auch das Verhalten gegenüber dem Iran, das Atomwaffen-Abkommen zu kündigen und den Iran mit neuen Sanktionen zu belegen, zeigt, dass die USA nicht verlässlich sind.

  • Kim Jong-un wird nur Verhandlungen auf Augenhöhe zustimmen, ohne Vorbedingungen. Das sollten auch andere Politiker wie Bundesaußenminister Gabriel begreifen.
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69. Gründungstag der Demokratischen Republik Korea

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Fröhlich ausgelassen haben die Nordkoreaner heute den 69. Geburtstag ihres Staates gefeiert - ganz ohne die erwarteten Provokationen. Frauen hatten farbenfrohe Hanboks an, die traditionellen Gewänder, die in Nordkorea zu Feierlichkeiten (immer noch) angezogen werden. In Südkorea ist das nicht mehr so verbreitet.

Natürlich gab es auch Militärparaden und eine Ansprache Kim Jong-uns.

  • Auf Spiegel online finden Sie eine Fotostrecke zu diesem Tag.

 

 

Auf dem Foto sehen Sie Frau Song, die Inhaberin des Ginseng-Laden.de, bei einer Ginseng-Veranstaltung in Essen. Sie hat dort im Hanbok das traditionelle Schlaginstrument Changu gespielt und koreanische Volkslieder gesungen.

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Mehr über: Nordkorea
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Neu: Koreanischer Makgeolli im stationären Ginseng-Laden

Koreanischer Makgeolli ist Reis, der mit Hilfe von Wasser, Milchsäurebakterien und Hefe fermentiert wird. Es entsteht ein milchigtrübes Getränk, das einen Alkohogehalt von 5,5 - 7 Prozent hat. Der Makgeolli wird nicht gefiltert oder pasteurisiert. Haltbar wird er duch den geringen Alkoholgehalt wie deutsches Bier und durch die vielen Milchsäurebakterien. Davon enthält er rund 500 mal mehr als ein probiotischer Joghurt.

  • Diese Bakterien verbessern die eigene Darmflora. Ein vergleichbares Produkt ohne Alkohol ist Vita Biosa, das allerdings auch deutlich teurer ist. Koreanischer Makgeolli kostet bei uns 5,99 Euro in der Literflasche. Makgeolli gibt es nur in unserem stationären Laden in Herzberg am Harz, aber nicht im Ginseng-Laden.de. Das liegt an den Gesetzen zum Jugendschutz.

Makgeolli schmeckt angenehm leicht süßlich-säuerlich, ist erfrischend durch eine geringe Menge natürlicher Kohlensäure. Vor dem Eingießen muss man die Flasche ein oder zweimal auf den Kopf stellen, damit sich die abgesetzten Trübstoffe in der Flüssigkeit verteilen.

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Korea-Konflikt: Keine Lösung in Sicht

Man fragt sich, wie dumm können Politiker eigentlich sein, insbesondere, wenn sie sich für übermächtig halten?

  • Jetzt fordern auch die EU und Kanzlerin Merkel neue Sanktionen gegen Nordkorea, höchstwahrscheinlich auf Druck der USA. Aus der Geschichte hat offenbar niemand etwas gelernt. Seit Beginn des Korea-Krieges am 25.6.1950 gibt es bereits Sanktionen gegen Nordkorea durch die UN und die USA. Bewirkt haben die in 67 Jahren überhaupt nichts außer dass die Kriegsrethorik immer schärfere und gefährlichere gegenseitige Drohungen annimmt.

Wer so naiv ist, zu glauben, Nordkorea würde unter noch stärkerem Druck zusammenbrechen, trägt nicht zu einer Deeskalation bei.

Der einzig vernünftige Weg ist, aus der Geschichte zu lernen. Also: Sanktionen abbauen ebenso wie unsinnige Forderungen und gefährliche Großmannöver unterlassen. Die Nordkoreaner werden nur auf Augenhöhe verhandeln, niemals unter Druck.

Die Nordkoreaner empfinden das Verhalten der Staatengemeinschaft gegenüber ihrem Land als ungerecht. Die USA z. B. brechen das Völkerrecht nach Belieben. Trotzdem werden keine Forderungen nach Sanktionen laut oder wurden gar verhängt. Die Atomwaffen sind Nordkoreas einzige Versicherung. Während riesige Länder wie China, Indien und Pakistan oder auch ein kleines Land wie Israel Atomwaffen gebaut haben ohne dafür bestraft zu werden, wird als einziges Land Nordkorea abgestraft. Kann das gerecht sein?

Natürlich ist die Verbreitung von Atomwaffen abzulehnen. Um das glaubhaft durchzusetzen, müssten aber die großen Atommächte mit gutem Beispiel vorangehen und ihre riesigen Bestände deutlich reduzieren. Doch danach sieht es nicht aus.

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Im Konflikt hat Südkorea wenig Spielraum

Viele der Südkoreaner, die die friedliche Revolution in Südkorea durch ihre monatelangen Demonstrationen eingeleitet haben und damit einen neuen Präsidenten ermöglichten, sind inzwischen enttäuscht. Aber Moon Jae Inn hat kaum Spielraum, um das Verhältnis mit Nordkorea zu verbessern.

Das Parlament wurde nämlich nicht neu gewählt. Dem Präsidenten fehlt die Mehrheit der Abgeordneten. Sich zu sehr für eine friedliche Annäherung zu Nordkorea einzusetzen, wird augenblicklich mit dem Vorwurf geahndet, den Kommunismus zu unterstützen.

Mit Moon Jae In verständigte sich Trump auf mehrere konkrete Schritte: Bereits am Samstag wurde vereinbart, die sogenannte Nutzlastbeschränkung für südkoreanische Raketen aufzuheben. Bislang galt für ballistische Raketen des Landes eine Obergrenze von 500 Kilogramm Nutzlast. Darüber hinaus gab das Weiße Haus am Montag bekannt, dass Seoul "für etliche Milliarden Dollar Rüstungsgüter" in den USA kaufen dürfen soll.

Offenbar nutzen die USA alle Möglichkeiten, ihre Waffen zu verkaufen. Mehr oder weniger gleichzeitig wurde auch das Handelsabkommen mit Südkorea gekündigt. Waffen verkaufen, ja gerne. Koreanische Waren importieren, nein Danke.

Zumindest die jüngeren Südkoreaner sind von der Kriegstreiberei der USA nicht begeistert. Sie wünschen sich weniger Waffen und weniger US-Soldaten in ihrem Land.

In dieser Situation wird der neugewählte Präsident ohne parlamentarische Mehrheit wohl in den nächsten Jahren nicht gut dastehen. Das neue Parlament wird erst in drei Jahren gewählt. Viel Zeit für die Mehrheit im Parlament, um ihre konservative Politik fortzusetzen.

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