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Han Song Jung

Han Song Jung

Han Song Jung

In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal die Firma Han Song Jung besucht, die uns den hervorragenden Gaesung Roter Ginseng liefert.

  • Han Song Jung gehört zur Kooperative Gaesung, die im Jahr 1910 gegründet worden ist.
  • Nach dem Korea-Krieg (bis 1953) wurde 1957 an der Grenze zu Nordkorea in Südkorea ein Neuanfang genommen.
  • Im Dezember 2000 machte die Firma den ersten Platz unter allen konkurrierenden Ginseng-Firmen in Südkorea.
  • Am 10.3.2001 erhielt die Firma die Zertifizierung nach ISO9001 (wirksames Qualitätsmanagement im Unternehmen).
  • Am 30.8.2001 erhielt die Firma den ersten Preis für die beste Qualität bei sechjährigem Ginseng.
  • Im August 2010 erhielt das Unternehmen die GMP-Zertifizierung (gute Herstellungspraxis).
  • Im November 2010 erfolte die Zertifizierung nach ISO22000 (weltweiter Standard für Managementsystem zur Lebensmittelsicherheit).

Die Firma Han Song Jung bietet den besten roten Ginseng, den es zu kaufen gibt. Nach unserem Besuch können wir das bestätigen. Ich habe noch nie ein so sorgsam gepflegtes Ginseng-Feld gesehen, wie das von Han Song Jung. Leider konnten wir nur ein Feld besuchen, denn fast alle liegen direkt an der Grenze zu Nordkorea in fast unberührter Natur. Dorthin gelangt man nur mit einer Sondererlaubnis.

Der koreanische Ginseng hat zwei Feinde: die Sonne und das Wasser. Das wichtigste beim Anbau von Ginseng ist also, die Pflanzen vor diesen Feinden zu schützen. In der Natur ist das ganz einfach. Der Ginseng wächst in Laubwäldern im Mittelgebirge. Die Blätter schützen vor der Sonne, die Abhänge sorgen dafür, dass das Wasser abfließen kann.

Beim Ginseng-Anbau muss man das nachahmen. Dazu gibt es ein Sonnendach und Schattenspender auf der Sonnenseite. Der Ginseng wird wie Spargel erhöht angebaut, so dass das Wasser über ein geringes Gefälle ablaufen kann. Wenn es sich stauen würde, käme es zur Wurzelfäule und die ganze Arbeit von sechs Jahren wäre verloren. Durch Strohauflagen wird gleichzeitig verhindert, dass die Pflanze austrocknet. Sand sorgt dafür, dass sich möglichst wenig Wildkräuter (meist Unkräuter gennant) bilden können.

Han Song Jung arbeitet zusätzlich mit einem Regendach. Oben drauf das Beschattungsdach, darunter das Regendach. Wer wie wir im Juli nach Korea kommt, der erlebt die Regenzeit. Dann gibt es oft Starkregen. Unser Besuchstag, der 26. Juli 2017 war der einzige Tag mit Sonnenschein bei 35 Grad und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Ein Kraftakt.

Beschattung und Regenschutz eines Ginseng-FeldesWasserschutz der Wurzeln im Ginseng-Feld

Ginseng-Feld in Pocheon

Die Früchte dieser Pflanzen sind zum größten Teil schon geerntet. Aus ihren gewinn die Firma Han Song Jung die Samen für die Neuaussat.

Wie man sich vorstellen kann, ist es sehr aufwändig, ein solches Feld einzurichten. Auch die Ernte ist im Hocken keine einfache Arbeit. Düngemittel werden nicht eingesetzt. Was würde eine dicke Ginseng-Wurzel nützen, wenn sie durch die Trocknung nach der Ernte wieder schrumpft? Pestizide werden nicht eingesetzt. Jäten ist Handarbeit. Nicht umsonst gibt es das koreanische Sprichwort: Der Ginseng will täglich die Schritte des Bauern hören". Und der Ginseng-Bauer braucht Geduld. Bei der Firma Han Song Jung wächst der Ginseng sechs Jahre lang heran. Zwei Jahre lang wird bei neuen Feldern eine Vorsaat durchgeführt. Rund zehn Jahre lang liegen die Felder brach bis sie wieder mit Ginseng bepflanzt werden können.

Ein großes Problem für die Firma Han Song Jung ist der Mangel an verfügbaren Flächen, die man neu mit Ginseng bepflanzen könnte. So ist das mögliche Angebot begrenzt.