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Nordkorea

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Koryo-Ginseng ist wichtiges Exportgut

Für Korea war Ginseng immer ein wichtiges Exportgut. Im Süden ist der Ginseng lange schon von anderen Exportgütern überholt worden. Im Norden ist der Ginseng, dort Koryo Insam genannt, nach wie vor ein sehr wichtiges Exportgut.

Was liegt also näher, als den Nordkoreanern zu zeigen, wie sie ihren Ginseng in die EU exportieren können? Das ist der Ansatz, den die Hanns-Seidel-Stiiftung mit ihrem Büro in Südkorea und die EU in ihrem Projekt "Handel zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und der EU" im Auge haben.

Deshalb wurde unser Ginseng-Berater, Heilpraktiker Harald Schicke, gebeten, in der Hauptstadt von Nordkorea, Pjöngjang, ein Seminar durchzuführen (11.-12. März 2009). Die Auswahl war folgerichtig, denn der Ginseng-Laden.de verkauft seit dem Jahr 2000 nur echten koreanischen Ginseng und hat dank koreanischer Sprachkenntnisse Zugang zu den umfangreichen Forschungen in Korea. Unser Ginseng-Berater kennt den Ginseng bereits seit 1977.

Die Entscheidung für das Seminar war allerdings nicht ganz einfach. Die Vorträge sollten auf Englisch erfolgen und dann ins Koreanische übersetzt werden. Warum eine deutsche Stiftung Vorträge auf Englisch verlangt, obwohl es in Nordkorea genügend Dolmetscher für Deutsch gibt, ist schwer verständlich und verringert die Qualität der Vorträge deutlich.

Schließlich überwog aber der Wunsch, eines der abgeschottesten Länder der Welt ein bisschen näher kennenzulernen.

 

1. Station: Peking

Die Volksrepublik China ist ein faszinierendes Land. Hier ist im wahrsten Sinn alles großartig. China blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück und befindet sich in einem unglaublichen Aufbruch. Es ist mein vierter Besuch in China.

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Ein letztes Mahl in Peking: Peking-Ente

 

Für die Einreise wird ein Visum benötigt. Das ist aber problemlos zu bekommen. Wer nicht selbst in die chinesische Botschaft in Berlin oder das chinesische Generalkonsulat in Hamburg fahren möchte, beauftragt einen Visumsdienst.

Die Einreise ist vollkommen unproblematisch. Die Chinesen sind sehr freundlich. Im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich bin ich hier noch nie gefilzt worden. In China kann man sich ganz frei bewegen. Überall, wo ich ins Internet gelangen konnte, war es problemlos möglich, westliche Medien zu lesen.

China werden oft schlechte Arbeitsbedingungen, Unterdrückung der Bevölkerung, Zensur und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Dabei wird meist mit zweierlei Maß gemessen, denn all das gibt es auch in den sogenannten westlichen Demokratien.

 

Zensur in Deutschland

In Artikel 5 unseres Grundgesetzes heißt es wörtlich "eine Zensur findet nicht statt". Ein schöner Satz, nur leider ohne solide Grundlage. Die Zensur heißt hier nur nicht Zensur, sondern "Schutz". Ein Aspekt meiner Vorträge wird denn auch die Zensur in Deutschland durch das Heilmittelwerbegesetz und das Arzneimittelrecht sein. Vereinfacht gesagt, ist es verboten, Laien (also den meisten Bürgern) alles über Arzneimittel zu sagen, was sie gerne wissen würden. Dieses Wissen steht nur Fachleuten (Ärzte, Apotheker, Heilpraktiker) zur Verfügung, ganz so wie es schon der Hippokratische Eid verlangt:

"Mit Unterricht, Vorlesungen und allen übrigen Aspekten der Ausbildung werde ich meine eigenen Söhne, die Söhne meines Lehrers und diejenigen Schüler versorgen, die nach ärztlichem Brauch den Vertrag unterschrieben und den Eid abgelegt haben, aber sonst niemanden." - deutsche Übersetzung von Axel W. Bauer.

In China oder Korea werden diese Informationen nicht zensiert.

 

Der Weg nach Nordkorea

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In der Botschaft Nordkoreas in Peking. Der Geliebte und der Große Führer sind hier so gegenwärtig wie in Nordkorea.

Der Weg nach Nordkorea führt über die Nordkoreanische Botschaft in Peking. Unser Visum war zuvor in der Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Korea in Berlin beantragt worden. Abholen muss man es dann in Peking. Nach zwanzig Minuten bekommen wir unsere Visa und können nun ins Büro von Koryo Air, der nordkoreanischen Fluggesellschaft, gehen. Die Flugkarten sind zwar schon vorbestellt, aber es gibt sie erst nach Erhalt des Visums und nur gegen Bares.

 


1. Tag Pjöngjang

1. Tag Pjöngjang

Die erste Überraschung ist das Flugzeug: eine nagelneue Tupolev (Juli 2008). Die Maschine ist zu zwei Dritteln besetzt.

2. Tag Pjöngjang

2. Tag Pjöngjang

Der Frühstücksraum ist riesig und sehr schön gestaltet, aber menschenleer. Das Frühstück ist überschaubar. Man kann wählen zwischen Spiegelei, Omelette und gekochtem Ei.

3. Tag Pjöngjang

3. Tag Pjöngjang

Heute steht der letzte Vortrag auf dem Programm. Endlich kommen auch Fragen. Aber so einfach ist das nicht.

4. Tag Pjöngjang

4. Tag Pjöngjang

Am Abreisetag haben wir Zeit, um Besichtigungen durchzuführen. Unsere Absicht war, einen Berg zu besuchen, der einen guten Überblick über Pjöngjang bietet.

Auf dem Weg zum Flughafen von Pjöngjang

Auf dem Weg zum Flughafen von Pjöngjang

Wir sind auf dem Rückweg von Pjöngjang zum Flughafen. Das sind einige Eindrücke.