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Südkorea

Südkorea ist ein faszinierendes Land

Südkorea ist ein faszinierendes Land

 

Der größte Teil des Landes ist gebirgig. Ein Viertel der 44 Millionen Einwohner lebt in der Hauptstadt Seoul. Die Stille in den vielen Gebirgstälern mit ihrer wunderschönen Natur setzt einen wirkungsvollen Kontrast zu dem hektischen Leben in den Großstädten.

 

Im Mittelgebirge Koreas ist die Heimat des Ginseng

Im Mittelgebirge Koreas ist die Heimat des Ginseng

Hier ist die Heimat des echten koreanischen Ginseng, der in der Stille der Bergwelt gedeiht, in einem Boden und Klima, wie man sie nur hier findet.

Die quirlige Betriebsamkeit der Menschen in den Städten wirkt ansteckend auf den Besucher.

 

Aufbruchstimmung

nachts in Kwangmyong

Nachts in Kwangmyong, einer Vorstadt von Seoul. Das Leben pulsiert auch nachts. Links Herr Song, einer der bekanntesten koreanischen Schriftsteller der Gegenwart (Bruder der Inhaberin des Ginseng-Laden.de), in der Mitte Dr. Chong, bekannter Arzt für koreanische Heilkunde in dessen Praxis Harald Schicke (rechts), Ginseng-Berater für den Ginseng-Laden.de, die koreanische Konstitutionsakupnktur Sa-am erlernt hat.

Noch um Mitternacht haben die meisten Läden geöffnet und das Leben pulsiert. Südkorea hat es dank des Fleißes seiner Bewohner nach dem Koreakrieg geschafft, an die dreizehnte Stelle der Industrienationen aufzurücken.

 

Kein Funkloch wie in Deutschland

In manchen Bereichen hat es Deutschland schon ein- bzw. überholt. Der Mobilfunk funktioniert überall und bestens. Breitbandiges Internet (DSL - mehrfach so schnell wie in Deutschland) mit günstigen Pauschalen ist der Standard.

Der koreanische (Massen-) Schiffbau liegt weltweit an der Spitze. Elektronische Geräte (Samsung, LG usw.) sind inzwischen weltbekannt für ihre Qualität. Koreanische Autos (Hyundai, Kia) bieten hervorragende Qualität.

Über dem Land liegt eine unglaublich mitreißende Aufbruchstimmung, wie sie hierzulande wohl in der Zeit des Wirtschaftswunders herrschte.

Von der derzeitigen Krise lassen sich die Koreaner nicht beeindrucken. Statt zu jammern, arbeitet man einfach mehr. Die Koreaner haben dabei einen Vorteil, der in Deutschland schon lange verlorengegangen ist: sie werden vom Staat nicht so sehr bevormundet und reglementiert wie in Deutschland wenn sie wirtschaftlich tätig sein wollen.

In Korea gibt es noch eine große Kultur der Selbständigkeit, die es bei uns lange nicht mehr gibt. Überall gibt es kleine Läden, Restaurants, Dienstleistungsfirmen. Man macht einfach, statt wie in Deutschland monatelang auf eventuelle Erlaubnis zu warten.

 

Gesunde Ernährung

Frische und Vielfalt sind das Markenzeichen der koreanischen Eßkultur. Selbst im einfachsten Restaurant wird das Essen frisch zubereitet.

Wer einmal einen Markt besucht, verschafft sich einen guten Überblick, was man alles essen kann. Fisch und Meeresfrüchte gibt es in einer Vielzahl, die man sich kaum vorstellen kann. Dazu lebend, frisch geschlachtet, gefroren oder getrocknet. Algen in vielfältiger Form, Blätter, Stengel, Gemüse und Obst. Getreide und Pilze, Fleisch und Gewürze - die Auswahl ist gigantisch!

Dazwischen gibt es überall kleine Restaurants - hier würde man sie vielleicht als Imbisse bezeichnen - in denen man sich etwas Frisches zubereiten lassen kann.

Vor dem Besuch eines Restaurants gibt es aber einiges zu lernen. Wer ein Restaurant besucht (keinen Imbiss), muss seine Schuhe ausziehen, bevor er zu seinem Tisch gehen darf. Das gilt übrigens auch für Wohnungen und einige andere Orte wie Tempel.

Koreanisches Essen im RestaurantAußerdem sollten Sie das Essen mit Stäbchen gelernt haben. Das ist übrigens gar nicht so schwierig, wie es manchem erscheinen mag und ist im übrigen recht praktisch. Das Essen erfolgt nicht in verschiedenen Gängen, sondern alle Gerichte kommen gleichzeitig auf den Tisch. Reis und Suppe sind für einen persönlich. Die anderen Bestandteile des Essens sind gemeinsam für Sie und Ihre Begleiter. Sie wählen und essen ganz nach Ihrem Geschmack von allem, was auf dem Tisch steht.

Versuchen Sie es doch einmal mit einem Fisch! Den können Sie sich im Bassin aussuchen. Er wird filetiert und roh serviert. Dazu gibt es eine ganze Anzahl verschiedener Blätter (Blattsalate, Sesam-Blätter u.a.) und Gemüse, scharfe Soßen und frischen Knoblauch. Dabei macht man sich die natürlichen antibotischen Eigenschaften des Knoblauchs zunutze, der eventuell vorhandene Bakterien oder Parasiten zuverlässig abtötet.

Man nimmt ein Blatt in die eine Hand, greift sich mit den Stäbchen ein Stück rohes Fischfilet, tunkt es in die Soße, legt es ins Blatt, greift mit den Stäbchen ein Stückchen Knoblauch und danach Gewürzpaste, legt alles auf das Blatt, rollt es zusammen und führt es in den Mund. Ein köstlicher Genuß!

Danach wird die Suppe gereicht aus den Resten des Fisches und mit einer großen Anzahl anderer Meeresfrüchte und Gemüse. Reis ist dazu obligatorisch. Er gleicht die für unseren Geschmack oft etwas scharfen Speisen aus.

Mit so einem Gericht haben Sie sehr preiswert und bei einem hohen Genußwert wesentlich mehr Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe eingenommen als hier mit den viel teureren, oft empfohlenen Medikamenten, die nicht mal einen Genußwert liefern.

 

Heilkunde

Beim Kräuterarzt in Gochang

In der Praxis eines Kräuterarztes in Gochang. Schon beim Eintritt umfängt einen der Duft der vielen Heilkräuter, die in den Schubladen gelagert sind.

Ein bißchen wie bei uns, zwischen Arzt und Heilpraktiker, nur viel perfekter. Es gibt getrennte Universitäten für Schulmedizin und Naturheilkunde. Die Ausbildungsdauer beträgt jeweils sechs Jahre.

Während in Deutschland ein Schulmediziner auch Naturheilkunde machen darf, wenn er eine Zusatzausbildung absolviert hat (dann aber immer noch schulmedizinisch denkt), ein Heilpraktiker auch schulmedizinische Diagnosen und Therapien anwenden darf (auf die er sich sicherlich nicht so gut versteht wie ein Schulmediziner), gibt es in Korea die strikte Trennung:

Schulmedizin (die dort westliche Medizin heißt) darf nur der Schulmediziner betreiben, Naturheilkunde nur der Kräuterarzt. Kein Schulmediziner darf dort eine Akupunkturnadel setzen, weil er aufgrund seiner Ausbildung eben nichts davon versteht. Ebenso darf ein Kräuterarzt keine Spritze verabreichen.

Früher stand die Schulmedizin hoch im Kurs. Kaum jemand wollte Kräuterarzt werden. Inzwischen hat sich die Situation gänzlich gewandelt. Die Menschen haben gründlich festgestellt, daß die Schulmedizin - außer in bestimmten Bereichen (wirklich notwendige Operationen z. B.) - viel mehr verspricht als sie halten kann.

Deshalb besinnt man sich wieder auf die Jahrtausende alte traditionelle asiatische Heilweise, die oft ganz erstaunliche Erfolge zeigt. Falls für die Behandlung Kräuter notwendig sind, kauft man sie direkt beim Kräuterarzt als eigens für den Patienten abgestimmte Mischung, die in der Kräuterküche des Arztes zubereitet und portioniert wird. Man kann sie auch in vielen Kräuterläden kaufen. In der Apotheke erhält man nur schulmedizinische Präparate.

 

Links und Informationen

 

태극기 - Nationalflagge

südkoreanische FlaggeDer traditionelle Naturheilgedanke findet sich schon in der Staatsflagge. Die koreanische Flagge heißt 태극기 Taegukki. Sie symbolisiert die Prinzipien von Yin und Yang der asiatischen Philosophie. Der Kreis in der Mitte ist durch eine Kurve in zwei gleiche Teile geteilt. Die obere rote Hälfte repräsentiert die positiven kosmischen Kräfte des Yang. Entsprechend stellt der blaue untere Teil die negativen kosmischen Kräfte des Yin dar.

Beide gemeinsam verkörpern das Konzept ständiger Bewegung und Harmonie, die die unendliche Sphäre charakterisieren. Der Kreis ist umgeben von vier Trigrammen. Jedes symbolisiert eines der vier universalen Elemente Himmel, Erde, Feuer und Wasser.

Damit sind wir auch wieder beim Koreanischen Ginseng angelangt, der eben jenes Konzept der ständigen Bewegung und Harmonie besser als jede andere Pflanze verkörpert, indem er ausgleicht:

  • was zuviel ist, wird weniger
  • was zu wenig ist, wird mehr

Dadurch kann der Ginseng bei einer Fülle von Krankheiten helfen.

 


Geumsan

Geumsan

In Geumsan findet jährlich der größte Ginseng-Frischmarkt der Welt statt. Hier werden Hunderte von Millionen Ginseng-Wurzeln verkauft.

2016 International Conference on Ginseng

2016 International Conference on Ginseng

Die bedeutendste wissenschaftliche Konferenz über den Ginseng und seine Wirkungen findet in diesem Jahr in Jeju, Südkorea statt